Capoeira ist ein brasilianischer Kampftanz. Ja - Kampf und Tanz zusammen! Das macht Capoeira zur Ausnahme unter den Kampfsportarten - man muß singen, tanzen, kämpfen, klatschen, Instrumente spielen... Man entscheidet selbst, ob man die Betonung eher aufs Kämpfen oder aufs akrobatische Tanzen legen will. Deshalb ist Capoeira wahrscheinlich genauso beliebt bei Frauen wie bei Männern. Auf jeden Fall kommt durch die Musik eine richtige Partystimmung auf. Im Übrigen kommt Capoeira gerade wegen der Musik und den akrobatischen Bewegungen auch bei Kindern supergut an!
Capoeira ist Musik, Selbstverteidigung, Akrobatik, Tanz und Lebensfreude!
Capoeira ist eine international anerkannte Kunst, die bereits seit über
300 Jahren existiert. Als Sklaven diverser afrikanischen Kulturen in Brasilien
zusammen kamen, wurden ihre Kulturen (d. h. die Lieder, Musik, Rituale,
Tänze, Kampftechniken etc.) ausgetauscht und miteinander vermischt.
Capoeira entwickelte sich als Ausdruck der Freiheit versklavter Völker,
die durch eine Kunst vereint wurden. Heute ist Capoeira der lebensfrohe
Ausdruck der vielfältigen brasilianischen Kultur.
Für die Sklaven damals bedeutete Capoeira die Fortführung ihrer
afrikanischen Traditionen und gleichzeitig Widerstand gegen ihre Versklavung.
Durch Musik und Gesang konnten die Sklaven das kämpferische Ziel von
Capoeira tarnen. Die Kulturen der versklavten Afrikanern, der Ureinwohnern
Brasiliens sowie der portugiesischen Einwanderern trugen alle zur Kunst
Capoeria bei.
Wie läuft Capoeira konkret ab?
Die "Roda" (gesprochen "ho-da") ist der Kreis von Capoeirista in dessen Mitte zwei Capoeirista "spielen". Die Capoeirista, die den Kreis bilden, sind für das Spiel genauso wichtig wie die zwei Spieler selbst. Sie klatschen, spielen diverse Instrumente, und geben somit ihre Energie an die beiden Spieler weiter. Von ganz wichtiger Bedeutung für die Roda ist der Berimbau (ein einsaitiges Instrument). Der Berimbau-Spieler kontrolliert die Roda, weil er entscheidet, welche Lieder gespielt werden. Vereinfacht ausgedrückt: die Lieder geben an, welche Art von Capoeira gespielt wird.
Ein mal jährlich findet eine "Batizado" (Taufe) statt. Dies ist eine traditionelle Zeremonie wobei neue Schüler in die "Capoeira-Welt" aufgenommen werden - Die Neuen erhalten einen Capoeira-Spitznamen und dürfen mit Mestre und Professor spielen. Sowohl neue als auch fortgeschrittene Capoeirista erhalten bei der Batizado eine Corda (Gürtel). Wie bei anderen Kampfsportarten gibt die Farbe der Corda an, wie weit der Schüler gekommen ist. Die Batizado ist weder Wettkampf noch Show - er ist ein fröhliches Miteinander und gibt der Öffentlichkeit die Gelegenheit, an der wunderschönen Kunst Capoeira teil zu haben.
Was soll man für Capoeira-Training anziehen?
Lockere Trainingshose (eine Shorts ist weniger praktisch), T-Shirt, KEINE Schuhe! Wenn man weiß, dass man dabei bleibt, sollte man eine weiße Capoeira-Hose kaufen. Männer machen Capoeira auch traditionell oben ohne.
Braucht man irgendwelches Equipment?
Nein! Höchstens etwas Pflaster für die ersten Trainingsstunden (Blasen an den Füßen).
Was ist, wenn ich unter 1,40 m bin ?
Kinder!! Klar für Kinder wurde Capoeira erfunden - nicht wirklich, aber wenn sich Experten hingesetzt hätten, um sich eine "Rundum-Aktivität" für Kinder zu überlegen, hätten sie bestimmt alle Elemente eines Capoeira-Unterrichts eingebaut:
- Portugiesisch für das Sprachzentrum des GehirnsIhr seht, liebe Eltern, bei uns wären Ihre Kinder gut aufgehoben!
Kinder-Capoeira findet zur Zeit gemeinsam mit den "Großen" statt.
Das Gleiche gilt wie bei den Erwachsenen: Einfach das Probetraining-Formular ausfüllen, vorbei
kommen und mitmachen.
Wann kann ich Capoeira ausprobieren?
Siehe auch unseren Kursplan!